Lösungen

In den meisten Fällen ist die Lösung relativ einfach. In dem vorhandenen Kaminschacht werden Rohre aus Edelstahl oder Keramik oder auch Glas eingebracht. Diese Rohre passen den Querschnitt der Abgasanlage an die Erfordernisse der jeweiligen Heizanlage an. Der kondensierende Wasserdampf schlägt sich an den Innenseiten dieser Rohre nieder und wird nach unten abgeleitet, und die Bausubstanz des Kaminschachts wird geschützt. 

Arbeitsablauf

Für Ein- und Mehrfamilienhäuser gilt: Kaminhöhe meist zwischen 10 und 15 m.
Wenn man davon ausgeht, dass der Schornstein nicht geschliffen ist (ein geschliffener Schornstein ist in einem Teilbereich nicht absolut senkrecht angeordnet, sondern etwas schräg gemauert), und die Zugänglichkeit an den Schornstein gegeben ist, dann benötigt eine Fachfirma ca. 2,5 – 4 Std. für eine fachgerechte Sanierung mit Edelstahl-Einsätzen.
Der Kamin wird am Sockel und im Bereich des Rauchgaseintritts aufgestemmt um die notwendigen Formteile einzubringen (Kondensatschale mit Ablauf, Reinigungsöffnungen, T-Anschluss für Rauchgasanschluss, evtl. T-Anschluss für Zugregler, Kamintürchen). Die Längenelemente werden dann von der Schornsteinkrone aus eingelassen, wobei die Rohre ineinander gesteckt werden, und schließlich unten in die mittlerweile eingebauten Formteile eingesteckt werden.

Doppelwand-Systeme

Doppelwandige-Edelstahl-Schornsteinsysteme sind geeignet für die Rauchgasableitung, wenn kein gemauerter Kaminschacht vorhanden ist. Diese Systeme sind prinzipiell einsetzbar für alle Regelfeuerstätten im Wohnungsbau so wie im Gewerbebau.
Offene Kamine, Kachelöfen, Zentralheizungen können an diese Abgasanlagen angeschlossen werden. Die Abgasanlage kann innerhalb des Gebäudes durch die Stockwerke direkt durchs Dach ins Freie geführt werden, und sie kann auch ab Feuerstätte ins Freie und dann an der Außenwand des Gebäudes über das Dach geführt werden.