Problem: Kaminversottung

Kaminversottung entsteht durch Kondensation der Rauchgase innerhalb des Kamins. Die im Wasserdampf gebundenen Säuren schlagen sich mit dem kondensierten Wasserdampf an der Kamininnenwand nieder. Dieser Niederschlag durchdringt und zersetzt mit der Zeit das Baumaterial. Bräunliche nach „Chemie“ riechende Flecken können an den Außenseiten des Kamins auftreten.
Links sehen Sie einige Beispielbilder solcher Stockflecken.

Einige Gründe, die zur Versottung führen können

Versotten Kamine, an denen nur Heizungen und Öfen mit Festbrennstoffen betrieben werden, liegt das meist an

a) Brennstoffqualität (Holz ist zu feucht)
b)  Betriebsfehler (Drosselung der Frischluftklappe führt zum Schwelbrand)
c) Schornstein-Querschnitt gänzlich falsch dimensioniert

Beim Betrieb älterer Heizanlagen (Öl und Gas) waren die Abgase, die in den Kamin eingeleitet wurden, so heiß, dass sie erst nachdem sie den Kamin verlassen hatten kondensierten.
Beim Einbau moderner Öl- und Gasheizungen entsteht das Problem der Versottung zwangsläufig, sofern die Abgasanlage nicht schon für diese modernen Systeme ausgelegt wurde.
Um die Anforderungen an Umweltschutz und Energieersparnis realisieren zu können, werden bei den modernen Heizanlagen die Rauchgase mit relativ geringer (Abgas) Temperatur in die Abgasanlage (Schornstein) eingeführt. Dies bedingt, dass der Taupunkt (die Temperatur bei welcher der Wasserdampf zu Wasser kondensiert) fast immer innerhalb des Schornsteins liegt. 

Muss der Schornstein meines Hauses saniert werden?

Auskunft über die evtl. Sanierbedürftigkeit Ihres Haus-Schornsteins können Sie von Ihrem Kaminkehrer erhalten.
Wenn Sie das Heizsystem in Ihrem Haus erneuern, fragen Sie unbedingt bei ihrem Kaminkehrer nach, ob der Schornstein den neuen Bedingungen genügt.